Von der Droge Crack langfristig loskommen
Anders als die USA, wurde Deutschland bislang noch von der sogenannten Crack-Epidemie verschont. Noch im Jahr 2001 war allenfalls von lokal begrenzten Hotspots die Rede 1. Mittlerweile wandelt sich das Bild: Allein in den Jahren 2019/2020 starben mehr als 200 Menschen am Konsum von Crack/Kokain bzw. an den Folgen eines Mischkonsums mit anderen Drogen 2.
Aus diesen alarmierenden Zahlen lässt sich vor allem eine Schlussfolgerung ziehen: Crack ist alles andere als harmlos und wer die Kokain-Sonderform regelmäßig konsumiert, sollte schnellstmöglich einen Entzug machen. Dadurch lässt sich nicht nur eine Vergiftung mit Todesfolge abwenden – auch langwierige Folgeschäden durch den Konsum werden auf diese Weise unterbunden. Doch wie genau sieht ein Crack-Entzug eigentlich aus und wie belastend ist er für die Suchtkranken? Der nachfolgende Beitrag liefert alle wichtigen Informationen.
Der Entzug umfasst die körperliche Entgiftung sowie die psychische Entwöhnung von der Droge. In den meisten Fällen geht der Entzug mit einer Vielzahl an körperlichen und/oder psychischen Entzugserscheinungen einher. Suchtkranke, die in einer Klinik entziehen, profitieren von größeren Erfolgsaussichten sowie weniger belastenden Entzugssymptomen.
Während das eng verwandte Kokain vorrangig psychische Entzugssymptome auslöst, können bei einem Entzug von Crack durchaus auch körperliche Beschwerden auftreten. Die Art der Entzugssymptome sowie der Grad der Ausprägung hängen von verschiedenen Faktoren ab: Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Nebenwirkungen stärker ausfallen, wenn Konsumenten schon länger von der Wirkung der Droge abhängig sind, wenn Begleiterkrankungen bestehen, wenn sich der Suchtkranke in einer schlechten körperlichen Verfassung befindet. Auch die Wahl der Entzugsform beeinflusst, welche und wie intensiv Symptome auftreten.