Von einer Drogensucht zur nächsten
Der Wirkstoff Methadon ist hierzulande als klassisches Substitutionspräparat für Heroinsüchtige bekannt. Levomethadon, welches unter dem Namen L-Polamidon® auf dem Markt erhältlich ist, kann eine Alternative hierzu sein. Die Unterschiede zwischen den beiden Substanzen sind auf den ersten Blick nicht groß. Dementsprechend häufig werden die Bezeichnungen Methadon und Polamidon synonym verwendet. Bei genauem Hinsehen ergeben sich allerdings einige Differenzen, die etwa in der Dosierung oder den Nebenwirkungen auftreten können.
L-Polamidon® entfaltet seine Wirkung direkt im zentralen Nervensystem des Menschen. Dort befindet sich eine Art Schaltzentrale, die verschiedenste Signale weiterleitet. Dazu gehören unter anderem Schmerzsignale. Der Wirkstoff von Methadon und Levomethadon überwindet die sogenannte Blut-Hirn-Schranke und dockt dort an einer bestimmten Gruppe von Rezeptoren an. Auf diese Weise wird die Weiterleitung der Schmerzsignale gehemmt oder zumindest blockiert. Parallel dazu wird ein leichtes Rauschgefühl ausgelöst, welches allerdings sanft entsteht.