Wenn die Angst vor Nebenwirkungen den Entzug verhindert
Das Medikament Tavor® ist ein Mittel aus der Gruppe der Benzodiazepine, das bei vielen psychischen Krankheitsbildern eingesetzt werden kann und dementsprechend häufig verordnet wird. Da der Wirkstoff Lorazepam bereits nach 2 bis 3 Wochen zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit führt, ist ein Entzug (Entgiftung und Entwöhnung) bei Langzeit-Patienten häufig unvermeidbar. Die Entzugserscheinungen werden von den Betroffenen als schwerwiegend beschrieben. Das besonders Unangenehme am Tavor®-Entzug ist der Fakt, dass die Entzugserscheinungen oftmals die Symptome nachahmen können, wegen der man überhaupt zum Tavor® gegriffen hat, nämlich Depression und Angst.
Obwohl das Internet zahlreiche Informationen bereitstellt, sollte nach Möglichkeit von einer Recherche nach den Symptomen eines Tavor®-Entzugs abgesehen werden. Zum einen sind die dort geschilderten Erfahrungen äußerst individuell und zum anderen oft negativ. Wer sich dennoch online informieren möchte, sollte zusätzlich auf andere Informationsquellen zurückgreifen. Vielversprechend ist es beispielsweise, das Gespräch mit einem erfahren Suchtmediziner zu suchen oder direkt in einer Klinik für Medikamentenentzug vorstellig zu werden. Die Patienten erfahren hier, dass ein Tavor®-Entzug mit ärztlicher und therapeutischer Unterstützung durchaus gelingen kann und zu einem Suchtmittel-freien Leben führt.
Obwohl ein Tavor®-Entzug bei niedrigen Dosierungen und einem kurzen Einnahmezeitraum unter ärztlicher Begleitung auch als ambulanter Entzug zu Hause durchgeführt werden kann, ist die Behandlung der Abhängigkeit in einer Tavor®-Entzug-Klinik deutlich erfolgsversprechender. So können belastende Entzugserscheinungen rund um die Uhr durch Medikamente und therapeutische Maßnahmen gelindert werden, durch Psychotherapie und auch durch nicht medikamentöse Methoden wie Autogenes Training,