Die Pille, die Gelassenheit verspricht
Einschlafstörungen, Angstzustände, Depressionen, Panikattacken – immer mehr Menschen leiden heutzutage unter psychischen Erkrankungen, die nicht selten durch Stress und Überbelastung ausgelöst werden. Eine Psychotherapie kann Hilfe versprechen. Allerdings sind Therapien meist langwierig und die Terminsuche nach einem fähigen Arzt ist häufig mit viel Wartezeit verbunden. Deshalb nehmen zahlreiche Betroffene lieber ein Medikament, das eine sofortige Linderung der Symptome verspricht. In vielen Fällen ist dies Tavor®, das den Wirkstoff Lorazepam enthält und bereits wenige Minuten nach seiner Einnahme Gefühle von Ruhe und Gelassenheit aufkommen lässt. Doch der Preis ist hoch, denn das Risiko für eine Medikamentenabhängigkeit ist enorm. Worin bestehen die Gefahren des Medikaments Tavor® und warum ist das Suchtpotenzial schon bei wenigen Milligramm als Tagesdosis so hoch?


Ein geringer Teil aller Patienten reagiert unerwartet auf die Einnahme des Medikaments und entwickelt paradoxe Reaktionen. So kann die Angst stärker werden und bereits bestehende Depressionen können sich verschlimmern. Bei Kindern kann Lorazepam Wut und Aggressivität hervorrufen. Sollten Sie solche Nebenwirkungen an sich oder Ihrem Kind wahrnehmen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. Grundsätzlich wirkt Tavor® zwar angstlösend und beruhigend, ist aber in der Regel nicht als alleiniges Mittel zur Behandlung einer Depression geeignet. Zusätzlich sollte der Patient eine antidepressive Therapie erhalten.