Was kann man gegen Alkoholmissbrauch tun?
Besonders schädlich ist der regelmäßige Alkoholkonsum bei jungen Menschen und Kindern. Daher sollten Jugendliche alkoholische Getränke und Alkopops nach Möglichkeit meiden, Kinder dürfen gar keinen Alkohol trinken. Leider sieht die Wirklichkeit in Deutschland ganz anders aus. Schließlich ist das Austesten von Alkohol und das Überschreiten von Grenzen bei vielen Jugendlichen während der Pubertät völlig normal.

Ein hoher Alkoholkonsum ist nicht zwangsläufig eine Einbahnstraße, die unmittelbar zur Abhängigkeit führt. Denn Betroffene haben jederzeit die Möglichkeit, sich etwa mithilfe einer Alkoholtherapie vom gefährlichen Konsummuster zu lösen. Um den Alkoholkonsum zu beenden, bedarf es jedoch für viele von ihnen professioneller Unterstützung – selbst dann, wenn sich noch keine Abhängigkeit ausgebildet haben. Folgende Anlaufstellen und Behandlungsmöglichkeiten stehen Betroffenen offen.
Ambulante Intervention beim Hausarzt
Die ambulante Intervention beim Hausarzt, idealerweise in Kooperation mit Suchtambulanzen oder anderen professionellen Einrichtungen der Suchthilfe, ist ein niedrigschwelliges Angebot, das sich an Menschen richtet, bei denen noch keine Alkoholsucht vorliegt. Hier werden Betroffene dabei unterstützt, den regelmäßigen Alkoholkonsum zu reduzieren bzw. zu beenden oder die nötige Entzugsmotivation aufzubringen, um einen stationären Entzug durchzuführen.
Beratung in einer Beratungsstelle
Österreichweit existieren zahlreiche Sucht- und Drogenberatungsstellen, deren Angebote sich sowohl an Erwachsene als auch an Jugendliche (und Kinder) richten. Hier erhalten Betroffene, die etwas an ihrem Alkoholkonsum ändern möchten, nützliche Informationen und Unterstützungsangebote.
Entzug in einer Suchtklinik
Wer es aus eigener Kraft nicht schafft, das eigene Konsummuster zu durchbrechen und befürchtet, über kurz oder lang in eine Alkoholsucht zu rutschen, kann auch einen stationären Aufenthalt in einer Suchtklinik in Erwägung ziehen. Denn wenn eine selbstständige Reduktion der Trinkmenge nicht mehr gelingt, besteht das Risiko, dass bereits eine Alkoholabhängigkeit vorliegt. In diesem Fall bieten sich private Entzugskliniken als Anlaufstelle besonders an: Hier werden Entgiftung und Entwöhnung parallel durchgeführt, sodass die Patienten sich nicht nur körperlich, sondern auch psychisch aus ihren Konsumgewohnheiten befreien können.