Alkoholentwöhnung

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Aktualisiert am: 03.05.2022
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Alkoholentwöhnung: alles Wichtige in 30 sec.

  • Die Alkohol-Entwöhnung ist die 2. Phase eines Alkoholentzugs und beschäftigt sich mit den psychischen Suchtursachen.
  • Ebenso spielt die Behandlung von Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen eine wichtige Rolle.
  • Die Entwöhnung ist für Alkoholkranke unerlässlich, kann aber auch bei Alkoholmissbrauch helfen, die Trinkmenge zu reduzieren.
  • Sie kann stationär, ganztägig ambulant und ambulant durchgeführt werden.
  • Die Dauer hängt von der durchführenden Einrichtung ab; am kürzesten verläuft sie in einer privaten Suchtklinik.
  • Als Therapien kommen zum Einsatz: Lichttherapie, Akupunktur, neuro-elektrische Stimulation, Biofeedback, Achtsamkeit & Entspannung.
Inhalt

    Langfristig abstinent durch Überwindung der psychischen Abhängigkeit

    Kennzeichnend für eine Abhängigkeitserkrankung ist neben der körperlichen Abhängigkeit immer auch das Verlangen nach einer bestimmten Substanz (Craving). Daher kann eine Alkoholabhängigkeit allein durch die Überwindung der körperlichen Symptome nicht erfolgreich behandelt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass das Suchtmittel für viele Betroffene als Problemlöser dient und den Alltag vermeintlich erträglicher gestaltet. Bei einer reinen Alkoholentgiftung werden diese Aspekte weder berücksichtigt, noch als solche herausgearbeitet, so dass der Konsum-auslösende Mechanismus nach wie vor vorhanden und das Risiko eines Rückfalls groß ist. Erst eine Entwöhnung mit anschließender Nachsorge schließt diese Lücke und schafft die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben in Abstinenz.

    Was ist eine Alkoholentwöhnung?

    Eine Alkoholentwöhnung ist ein fester Bestandteil eines qualifizierten Alkoholentzugs und wird im Idealfall direkt nach der körperlichen Entgiftung (1. Phase) durchgeführt. In ihr werden die Ursachen der Alkoholsucht gemeinsam mit spezialisierten Therapeuten in Einzel- und Gruppengesprächen psychologisch aufgearbeitet und alternative Verhaltens- und Lösungsansätze entwickelt. Die Betroffenen setzen sich mit ihrer persönlichen Suchthistorie und Lebensgeschichte auseinander und entdecken auf diese Weise Persönlichkeitsaspekte, Stärken und auch Schwächen, die ihnen vorher nicht bewusst waren. Durch dieses Wissen fällt es ihnen leichter, ihre Sucht als Erkrankung anzunehmen und ihr Leben dementsprechend umzugestalten.

    Welche weiteren Themen sind Teil der Alkoholentwöhnung?

    Neben der Aufarbeitung der Alkoholismus-Ursachen kommt der Behandlung psychischer Begleiterkrankungen eine wichtige Rolle zu. Dies gilt besonders, wenn diese zu den Suchtauslösern gehören. Aber auch, wenn Angststörungen, Depressionen oder andere psychische Störungen erst durch den Alkoholkonsum hervorgerufen wurden, sollten sie parallel zur Alkoholabhängigkeit behandelt werden. Die Behandlung erhöht die Chancen auf eine nachhaltige Abstinenz und verhindert, dass sich die beiden Krankheiten immer wieder gegenseitig bedingen.

    Für wen ist es sinnvoll, vom Alkohol zu entwöhnen?

    Wer an einer klassischen Alkoholabhängigkeit leidet und lernen will, dauerhaft ohne Alkohol zu leben, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen und eine Entgiftung und Entwöhnung mit anschließender ambulanter Nachsorge durchführen. Auch für Menschen, die Alkoholmissbrauch betreiben und es allein nicht schaffen, ihren Alkoholkonsum zu reduzieren, kann eine Alkoholentwöhnung sinnvoll sein.

    Wo kann eine Alkoholentwöhnung durchgeführt werden?

    Eine Alkoholentwöhnung kann sowohl stationär als auch ambulant stattfinden, wobei eine stationäre Entwöhnung aufgrund des vielfältigen Therapieangebots in der Regel deutlich nachhaltiger verläuft.

    Stationäre Alkoholentwöhnung

    Eine stationäre Behandlung kann in öffentlichen Einrichtungen oder in privaten Entzugskliniken vonstattengehen; zwischen beiden Wegen bestehen allerdings gravierende Unterschiede. So muss die Entwöhnung / Suchtrehabilitation in einem öffentlichen Haus zuerst bei der Rentenversicherung beantragt werden und erfolgt daher losgelöst vom körperlichen Entzug, der über die Krankenkasse abgewickelt wird. Zwischen beiden Maßnahmen liegen meist mehrere Wochen, in denen die Betroffenen nach wie vor mit ihrem Verlangen nach Alkohol konfrontiert und häufig rückfällig werden.

    Eine Ausnahme bildet das sogenannte Nahtlosverfahren, bei dem der Antrag auf Rehabilitation bereits während des stationären Aufenthalts gestellt wird. Der Antrag wird von der Rentenversicherung zeitnah bearbeitet und ggf. bewilligt, so dass der Alkoholkranke sofort im Anschluss an die Entgiftung vom Alkohol entwöhnen kann. In der Praxis wird das Nahtlosprogramm allerdings eher selten und nur bei einer guten Reha-Prognose eingesetzt. Daher müssen die meisten Betroffenen nach dem physischen Entzug Geduld üben und auf ihre Entwöhnung warten.

    In einer privaten Entzugsklinik werden Entgiftung und Entwöhnung gleichzeitig bzw. aneinander anschließend bei denselben Ärzten und Therapeuten durchgeführt. Auf diese Weise erhalten alle in die Behandlung eingebundenen Personen bereits während der Entgiftung Zugang zu der Gesamtproblematik, so dass den Betroffenen viel schneller und besser geholfen werden kann und der Behandlungserfolg wesentlich höher ist als bei einer öffentlichen Klinik oder Ambulanz. Die Anmeldung erfolgt völlig unbürokratisch und ist meist sofort, oder zumindest sehr zeitnah möglich.

    Ambulante Alkoholentwöhnung

    Ambulante Entwöhnungstherapien werden meist von psychosozialen Beratungs- und Behandlungseinrichtungen angeboten und finden ein- bis zweimal wöchentlich statt. Die Termine werden berufsbegleitend vereinbart, d. h. während des normalen Alltags. Dies birgt Vor-, aber auch Nachteile. Zum einen können belastende Situationen sofort besprochen und aufgearbeitet werden, zum anderen kann die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst sehr viel Kraft kosten und ein normales Leben nahezu unmöglich machen. Dazu kommt, dass die Gefahr eines Rückfalls durch das gewohnte soziale Umfeld und die damit verbundenen Konsum-Trigger deutlich größer ist als im geschützten Rahmen eines stationären Aufenthalts.

    Alternativ ist eine ganztägig ambulante Entwöhnung in einer Tagesklinik möglich, bei welcher der Alkoholabhängige täglich sechs bis acht Stunden in einer wohnortnahen Einrichtung verbringt und an den Abenden und an den Wochenenden zu Hause ist. Auch wenn die Rückfallrisiken hier geringer sind als bei einer reinen ambulanten Entwöhnung, können die regelmäßige Rückkehr in die eigenen vier Wände und der Umgang mit den üblichen sozialen Kontakten ein erneutes Trinken fördern.

    Wie lange dauert die Entwöhnung vom Alkohol?

    Die Dauer der Alkoholentwöhnung hängt von der zuständigen Einrichtung ab. Mit vier Wochen (inklusive Entgiftung) verläuft sie am kürzesten in einer privaten Suchtklinik, weil hier in der Regel eine sehr individuelle und intensive Therapie angeboten wird. Eine stationäre Therapie in einer öffentlichen Rehaklinik dauert üblicherweise ca. drei bis sechs Monate und in einer Tagesklinik zwölf Wochen. Eine ambulante Therapie wird mit zwölf bis maximal achtzehn Monaten veranschlagt. Menschen, die sich schnellstmöglich von der „Droge“ Alkohol befreien möchten, erreichen ihr Ziel daher am schnellsten in einer privaten Entzugsklinik Alkohol.

    Welche Therapien kommen während einer Alkoholentwöhnung zu Einsatz?

    Neben Gruppen- und individuellen Einzelgesprächen kommen je nach Klinik zahlreiche weitere Behandlungen zum Einsatz. Dazu zählen einerseits sanfte Therapieformen wie Lichttherapie, Akupunktur, neuro-elektrische Stimulation (NES), Hypnose, Achtsamkeit, Entspannungstechniken und Biofeedback zur Linderung der Entzugserscheinungen. Dies gilt vorrangig, wenn die Entwöhnung gemeinsam mit einer Entgiftung in einer privaten Suchtklinik durchgeführt wird. Andererseits nimmt der Patient an aktiven Therapien wie Sport und Bewegungstraining, Kunst- und Musiktherapien teil und lenkt dadurch den Fokus vom Alkoholkonsum hin zu neuen Hobbys und Interessen.

    Ihr Kontakt zur My Way Betty Ford Privatklinik

    Eine Alkoholentwöhnung in der My Way Betty Ford Klinik verläuft individuell und intensiv. In je 5 Einzel- und Gruppentherapien pro Woche gehen die Betroffenen die zugrundeliegende Problematik gezielt an und erarbeiten neue Lösungsstrategien. Wir bieten Ihnen:

    • ein langjährig bewährtes und zertifiziertes Therapiekonzept
    • die Entgiftung und Entwöhnung in einem Behandlungsschritt
    • maximale Diskretion und Anonymität durch Aliasnamen
    Person steigt eine Treppe herauf und hält eine Fahne in der Hand. Auf einem Schild steht JA zum suchtfreien Leben.




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